F&E‑Projekt endet mit Durchbrüchen in den Bereichen Quantenentropie und postquantumsichere Sicherheit:
Ende März 2026 wurde das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt Quantensichere Digitale Identitäten (Quant-ID) mit einer abschließenden Online-Demonstration unter der Leitung des Schirmprojekts Quantenkommunikation Deutschland (SQuaD) offiziell abgeschlossen. Während der dreieinhalbjährigen Laufzeit arbeiteten die Quant-X-Security & Coding GmbH, das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS), die Universität Regensburg und die MTG AG gemeinsam an Lösungen für Quantenentropie und Post-Quanten-Sicherheit im Kontext von OAuth 2.0 und OpenID Connect.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung präsentierten die Projektpartner ihre Ergebnisse. Dazu zählten unter anderem ein zertifizierbarer Quanten-Zufallszahlengenerator (engl. Quantum Random Number Generator, QRNG) mit ε-Sicherheitsnachweis, die Integration der QRNG-Ausgabe in eine IBM VPC-VM sowie eine postquantensichere Single-Sign-On-Plattform (SSO). Ergänzend wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Zusammenarbeit sowie offene Fragestellungen diskutiert.
Die im Projekt gewonnenen Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag für den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie (PQK) im Rahmen der EU-Roadmap. Gleichzeitig planen mehrere Partner, die Zusammenarbeit in Folgeprojekten fortzusetzen – etwa durch die Umsetzung von Proof-of-Concepts (PoCs) in der Industrie und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Artikel.