Betei­lig­te aus QR.N ver­öf­fent­li­chen Paper zu Quan­ten­te­le­por­ta­ti­on

Wich­ti­ger Schritt für die Ent­wick­lung von halb­lei­ter­ba­sier­ten Quan­ten­licht­quel­len:

In den letz­ten Jah­ren sind Quan­ten­netz­wer­ke zuneh­mend in den Fokus der For­schung gerückt. Sie könn­ten nicht nur die Sicher­heit kri­ti­scher Infra­struk­tu­ren erhö­hen, son­dern auch neue Anwen­dun­gen wie die siche­re Ver­net­zung von Quan­ten­com­pu­tern oder sogar die Rea­li­sie­rung eines Quan­ten­in­ter­nets ermög­li­chen. Ein sol­ches Netz­werk basiert auf zuver­läs­si­ger Quan­ten­hard­ware: Quan­ten­spei­chern, die Quan­ten­in­for­ma­ti­on spei­chern und abru­fen kön­nen, sowie Quan­ten­licht­quel­len, die bei Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­wel­len­län­gen emit­tie­ren und deter­mi­nis­ti­sche, hoch­bril­lan­te und hoch­prä­zi­se ver­schränk­te Pho­to­nen erzeu­gen. 

Ein zen­tra­ler Bau­stein der­ar­ti­ger Netz­wer­ke ist die Quan­ten­te­le­por­ta­ti­on. Sie ermög­licht es, den Quan­ten­zu­stand eines Pho­tons auf ein ande­res, ent­fern­tes Pho­ton zu über­tra­gen, ohne die zugrun­de lie­gen­de Infor­ma­ti­on direkt zu mes­sen. Vor die­sem Hin­ter­grund haben For­schen­de aus dem QR.N‑Verbund an den Stand­or­ten Stutt­gart, Saar­brü­cken und Dres­den nun einen wich­ti­gen Mei­len­stein für die Ent­wick­lung halb­lei­ter­ba­sier­ter Quan­ten­licht­quel­len erreicht. Die Ergeb­nis­se wur­den Mit­te Novem­ber in einem neu­en Paper ver­öf­fent­licht.

In sei­ner Arbeit demons­triert das For­scher­team die voll­stän­dig pho­to­ni­sche Quan­ten­te­le­por­ta­ti­on mit­hil­fe von Halb­lei­ter-Quan­ten­punk­ten, die alle dafür nöti­gen Anfor­de­run­gen erfül­len. Zum Ein­satz kamen zwei räum­lich getrenn­te GaAs-Quan­ten­punk­te, die im Nahin­fra­rot­be­reich emit­tie­ren: Einer der Quan­ten­punk­te fun­gier­te als Quel­le für ver­schränk­te Pho­to­nen­paa­re, der ande­re als Ein­zel­pho­to­nen­quel­le. Das Ein­zel­pho­ton wur­de in kon­ju­gier­ten Pola­ri­sa­ti­ons­zu­stän­den prä­pa­riert und mit­tels einer pola­ri­sa­ti­ons­se­lek­ti­ven Bell-Zustands­mes­sung mit einem Pho­ton (Emis­si­on des Biex­zi­t­ons) des ver­schränk­ten Paa­res gekop­pelt. Auf die­se Wei­se konn­te der jewei­li­ge Pola­ri­sa­ti­ons­zu­stand auf das ande­re Pho­ton (Exzit­onen­emis­si­on) des ver­schränk­ten Pho­to­nen­paa­res tele­por­tiert wer­den. Zwei pola­ri­sa­ti­ons­er­hal­ten­de Quan­ten­fre­quenz­kon­ver­ter setz­ten die Emis­si­ons­wel­len­län­ge in den ver­lust­ar­men Tele­kom-Wel­len­län­gen­be­reich um und kom­pen­sier­ten zudem die vor­han­de­ne Fre­quenz­fehl­an­pas­sung zwi­schen den Pho­to­nen­quel­len. Die resul­tie­ren­de, post­se­lek­ti­ve Güte (fide­li­ty) der Tele­por­ta­ti­on betrug 0,721(33) und lag damit deut­lich über der klas­si­schen Gren­ze – ein kla­rer Nach­weis der erfolg­rei­chen Tele­por­ta­ti­on zwi­schen Licht aus ver­schie­de­nen Quel­len. Hier gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Paper.

Quel­len­nach­weis: https://www.nature.com/articles/s41467-025–65912‑8