Euro­pa holt bei Quan­ten­pa­ten­ten auf

Euro­pa welt­weit Num­mer zwei bei Paten­ten in den Quan­ten­tech­no­lo­gien:

Quan­ten­tech­no­lo­gien gel­ten neben Tech­no­lo­gien wie Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) und Bio­tech­no­lo­gie als zen­tra­le Zukunfts­fel­der – ent­spre­chend nimmt die Inno­va­ti­ons­tä­tig­keit in die­sem Bereich deut­lich zu. Zu den wich­tigs­ten Anwen­dungs­fel­dern zäh­len leis­tungs­fä­hi­ge Quan­ten­com­pu­ter, abhör­si­che­re Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on und hochprä­zi­se Mess­ver­fah­ren der Quan­ten­sen­so­rik. Grund­la­ge dafür sind die beson­de­ren phy­si­ka­li­schen Eigen­schaf­ten von Quan­ten­sys­te­men, die viel­fäl­ti­ge tech­no­lo­gi­sche Anwen­dun­gen ermög­li­chen. Lan­ge Zeit waren die USA bei der Ent­wick­lung dem Rest der Welt deut­lich vor­aus.

Wie eine aktu­el­le Ana­ly­se des Deut­schen Patent- und Mar­ken­amts (DPMA) zeigt, konn­ten Deutsch­land und Frank­reich ihren Rück­stand auf die USA bei den Quan­ten­pa­ten­ten zuletzt deut­lich ver­rin­gern. So stieg der Anteil der ver­öf­fent­lich­ten Patent­an­mel­dun­gen aus bei­den Län­dern im ver­gan­ge­nen Jahr auf 195 und erreich­te damit knapp ein Vier­tel (23,9 Pro­zent) aller Anmel­dun­gen in die­sem Bereich. 2021 lag die­ser Wert noch bei 57 bzw. 16,7 Pro­zent. Ins­ge­samt hat sich die Zahl der Patent­an­mel­dun­gen mit Bezug zu Quan­ten­tech­no­lo­gien für den deut­schen Markt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nahe­zu ver­sie­ben­facht – ein Groß­teil davon stammt von For­schungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men aus Deutsch­land. Beson­ders dyna­misch ent­wi­ckel­te sich das Quan­ten­com­pu­ting mit 361 Anmel­dun­gen, gefolgt von Quan­ten­bau­ele­men­ten (209) und Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on (174). Trotz die­ser Ent­wick­lung blei­ben die USA füh­rend, auch wenn ihr Anteil seit 2021 von 32,2 auf 20,5 Pro­zent gesun­ken ist. Gleich­zei­tig bau­en neben Deutsch­land und Frank­reich auch asia­ti­sche Län­der ihre Akti­vi­tä­ten in den Quan­ten­tech­no­lo­gien aus. Ins­ge­samt stieg die Zahl der Patent­an­mel­dun­gen seit 2021 von 341 auf 815, wobei die USA, Deutsch­land, Frank­reich, Süd­ko­rea und Japan zu den wich­tigs­ten Trei­bern zäh­len. 

Zu beach­ten ist jedoch, dass die Zah­len zwar einen wich­ti­gen Indi­ka­tor für die Inno­va­ti­ons­dy­na­mik in For­schung und Wirt­schaft dar­stel­len, jedoch nicht den aktu­ells­ten Stand abbil­den. Da Patent­an­mel­dun­gen erst nach einer Frist von 18 Mona­ten ver­öf­fent­licht wer­den, sind jüngs­te Ent­wick­lun­gen noch nicht erfasst. Den­noch betont DPMA-Prä­si­den­tin Eva Sche­wi­or die Chan­cen für Deutsch­land: “Auch wenn die Ent­wick­lung sicher noch am Anfang steht, beob­ach­ten wir in der Quan­ten­tech­no­lo­gie der­zeit schon eine immense Inno­va­ti­ons­dy­na­mik. Mit sei­nen exzel­len­ten For­schungs­ein­rich­tun­gen, star­ken Indus­trie­un­ter­neh­men und inno­va­ti­ven Start-ups hat Deutsch­land enor­mes Poten­zi­al, ent­schei­den­de Inno­va­tio­nen in der Quan­ten­tech­no­lo­gie mit­zu­prä­gen.” Hier gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur aktu­el­len DPMA-Aus­wer­tung.

 

Quel­len­nach­wei­se: https://www.fundresearch.de/amp/patentamt-europa-holt-in-der-quantentechnologie-auf-577448https://www.dpma.de/service/presse/pressemitteilungen/16032026/index.html