Sachsen gibt Startschuss für “Quantum Saxony”:
Mitte Dezember 2025 wurde am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW Dresden) das neue Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien SAX-QT (“Quantum Saxony”) offiziell eröffnet. Ziel des Netzwerks ist es, sächsische Kompetenzen im Bereich der Quantentechnologien zu bündeln und weiter auszubauen, um den Transfer von der Forschung in die industrielle Anwendung – und damit in den Alltag der Menschen – zu beschleunigen. Der inhaltliche Fokus von SAX-QT liegt auf Quantencomputing, Quantensensorik und Quantenmaterialien. Koordiniert wird das Netzwerk von der Hochschule Zittau/Görlitz, dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) und dem IFW Dresden.
Die Europäische Union und der Freistaat Sachsen unterstützen die Aufbauphase von “Quantum Saxony” bis Ende 2027 mit insgesamt drei Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit wird Sachsens Position im Quantenbereich weiter gestärkt; zugleich wird nationale und internationale Sichtbarkeit geschaffen sowie eine enge Anbindung an europäische Pilotlinien ermöglicht. Hierzu vernetzt SAX-QT die Expertisen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und bindet zudem Verbände, Start-ups und Industriepartner ein.
Das Netzwerk versteht sich als offene Plattform, die fortlaufend neue Partner integriert und den Dialog zwischen Forschung, Industrie und Politik intensiviert. Die sächsische Interdisziplinarität – von der Materialwissenschaft über Mikro- und Nanoelektronik bis hin zur Softwareentwicklung – wird so gezielt in Richtung wirtschaftlicher Nutzung vorangetrieben. Ein zentrales Anliegen ist der Aufbau qualifizierter Fachkräfte: Über gezielte Bildungs- und Weiterbildungsprogramme sollen Nachwuchskräfte und Quantenexpert:innen für Forschung und Industrie aus- und weitergebildet werden. Hier geht es zur Webseite des Forschungsnetzwerks.
Quellennachweis: https://idw-online.de/de/news863591