Neu­es Pro­jekt ent­wi­ckelt siche­re Steue­rungs- und Gate­way-Archi­tek­tu­ren für ver­teil­te Quan­ten­sys­te­me

Soft­ware­de­fi­nier­te Infra­struk­tur soll die tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät Deutsch­lands im Bereich Quan­ten­netz­wer­ke stär­ken:

Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on eröff­net viel­fäl­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten für For­schung, Indus­trie und Sicher­heit. Per­spek­ti­visch soll sie auch zur Ver­net­zung von Quan­ten­kno­ten bei­tra­gen und damit die Grund­la­ge für das soge­nann­te Quan­ten­in­ter­net schaf­fen. Vor­aus­set­zung dafür ist, dass Quan­ten­kno­ten sicher und zuver­läs­sig ver­netzt, gesteu­ert und über­wacht wer­den kön­nen – eine Her­aus­for­de­rung, die bis­lang noch nicht voll­stän­dig gelöst ist. Vor die­sem Hin­ter­grund ist Anfang Juni 2026 das Pro­jekt Tru­QuaC gestar­tet, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für For­schung, Tech­no­lo­gie und Raum­fahrt (BMFTR) mit 3,06 Mil­lio­nen Euro geför­dert wird. Zum Kon­sor­ti­um gehö­ren neben der XeedQ GmbH als Koor­di­na­to­rin die Qoro Quan­tum UG, die Johann Wolf­gang Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main sowie die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Dres­den.

Tru­QuaC adres­siert einen zen­tra­len Eng­pass auf dem Weg zum Quan­ten­in­ter­net: die siche­re Steue­rung und Inte­gra­ti­on hete­ro­ge­ner, bis­lang weit­ge­hend iso­lier­ter Quan­ten­kno­ten in bestehen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ke. Dazu soll eine ein­heit­li­che Soft­ware-Infra­struk­tur auf­ge­baut wer­den, die die Kom­ple­xi­tät ver­teil­ter Quan­ten­sys­te­me abs­tra­hiert und die ein­zel­nen Hard­ware-Kno­ten als ein ein­heit­li­ches, wider­stands­fä­hi­ges Gesamt­sys­tem ver­wal­tet. Zum Schutz der Daten­über­tra­gung wol­len die Pro­jekt­part­ner siche­re loka­le Gate­ways imple­men­tie­ren. Die­se sol­len die Benut­zer­au­then­ti­fi­zie­rung über­neh­men, den Zustand der ein­zel­nen Kno­ten über­wa­chen, Rechen­las­ten dyna­misch ver­tei­len und den Daten­ver­kehr bei loka­len Netz­werk­aus­fäl­len auto­ma­tisch umlei­ten. Im Lau­fe des Pro­jekts soll die Ver­bin­dung meh­re­rer Quan­ten­kno­ten demons­triert und unter rea­lis­ti­schen Netz­werk­be­din­gun­gen getes­tet wer­den.

Mit dem Auf­bau die­ser soft­ware­de­fi­nier­ten Infra­struk­tur ver­folgt das Kon­sor­ti­um das Ziel, die lang­fris­ti­ge tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät Deutsch­lands im Bereich der Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on zu stär­ken und die Wider­stands­fä­hig­keit kryp­to­gra­fi­scher Infra­struk­tu­ren gegen­über quan­ten­ba­sier­ten Bedro­hun­gen zu erhö­hen. Hier gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt Tru­QuaC.

 

Quel­len­nach­wei­se: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/truquac; https://quantumcomputingreport.com/qoro-quantum-and-xeedq-join-e3m‑3–5m-usd-bmftr-funded-truquac-consortium-for-distributed-quantum-orchestration/