Neu­es Quan­ten­la­bor an der TU Dres­den

Spit­zen­la­bor ermög­licht ganz­heit­li­che For­schung an Quan­ten­tech­no­lo­gien:

Mit­te Mai 2026 eröff­ne­te die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Dres­den (TUD) zwei neue For­schungs­la­bo­re. Wäh­rend sich im “Quan­tum Com­mu­ni­ca­ti­on, Com­pu­ting, and Sens­ing Lab” alles um Quan­ten­tech­no­lo­gie dreht, ste­hen im “Holo­deck” Künst­li­che Intel­li­genz (KI) und die Mensch-Maschi­ne-Inter­ak­ti­on im Mit­tel­punkt. Die neu­en For­schungs­um­ge­bun­gen sol­len sowohl Inno­va­tio­nen für zukünftige Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze als auch Ent­wick­lun­gen an der Schnitt­stel­le zwi­schen Mensch und Maschi­ne ermög­li­chen. An der Eröff­nungs­fei­er nah­men neben der Rek­to­rin der TUD, Prof. Dr. Ursu­la M. Stau­din­ger, auch Mar­tin Kie­fer vom Säch­si­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Arbeit und Ver­kehr sowie Prof. Dr. Frank Fit­zek, Inha­ber der Deut­sche-Tele­kom-Pro­fes­sur für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze und Spre­cher des Exzel­lenz­clus­ters CeTI, teil. Ermög­licht wur­de das weg­wei­sen­de Pro­jekt durch För­de­run­gen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für For­schung, Tech­no­lo­gie und Raum­fahrt (BMFTR), der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) sowie des Frei­staa­tes Sach­sen. Die tech­no­lo­gi­sche Umset­zung erfolgt zudem in enger Zusam­men­ar­beit mit den Part­ner­pro­jek­ten Trans­fer-Hub 6G-life, QUARKS und dem Exzel­lenz­clus­ter CeTI.

Die For­schung im Quan­ten­la­bor kon­zen­triert sich dabei ins­be­son­de­re auf die Inte­gra­ti­on von Quan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on, Quan­ten­com­pu­ting und Quan­ten­sen­so­rik. Die­ser inter­dis­zi­pli­nä­re Ansatz soll neue Mög­lich­kei­ten jen­seits heu­ti­ger Netz­werk­tech­no­lo­gien erschlie­ßen. Durch die Ver­bin­dung die­ser Berei­che wol­len die For­schen­den neu­ar­ti­ge Archi­tek­tu­ren ent­wi­ckeln, um die Leis­tungs­fä­hig­keit kom­men­der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me wei­ter zu stei­gern. Unser Ziel ist es, über iso­lier­te Quan­ten­an­wen­dun­gen hin­aus­zu­ge­hen und statt­des­sen inte­grier­te Sys­te­me zu schaf­fen, in denen Kom­mu­ni­ka­ti­on, Rech­nen und Sen­so­rik zusam­men­wir­ken, um ech­te kom­mer­zi­el­le Anwen­dun­gen zu ermög­li­chen”, erklärt Juni­or-Pro­fes­sor Dr. Ric­car­do Bas­so­li. “Die­ser ganz­heit­li­che Ansatz ver­setzt uns in die Lage, neu zu defi­nie­ren, was zukünf­ti­ge Netz­wer­ke wie 6G leis­ten kön­nen.”

Quan­ten­tech­no­lo­gien gel­ten heu­te als eine Schlüs­sel­tech­no­lo­gie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ken der nächs­ten Gene­ra­ti­on. Wäh­rend die Quan­ten­schlüs­sel­ver­tei­lung (engl. Quan­tum Key Dis­tri­bu­ti­on, QKD) bis­lang zu den sicht­bars­ten Anwen­dun­gen zählt, soll die For­schung im neu­en Labor ein deut­lich brei­te­res Spek­trum quan­ten­ba­sier­ter Metho­den abde­cken  etwa ver­schrän­kungs­ba­sier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, fort­schritt­li­che Codie­rungs­stra­te­gien im Sin­ne der Post-Shan­non-Theo­rie sowie neu­ar­ti­ge Ansät­ze zur Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung und Sen­so­rik. Dar­über hin­aus wol­len die For­schen­den unter­su­chen, wie sich Quan­ten­sys­te­me mit bestehen­der Netz­in­fra­struk­tur wie 5G-Net­zen kom­bi­nie­ren las­sen, um neue Maß­stä­be in Bezug auf Leis­tungs­fä­hig­keit, Sicher­heit und Funk­tio­na­li­tät zu set­zen.

 

Quel­len­nach­weis: https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/zwei-neue-forschungsstaetten-tu-dresden-eroeffnet-spitzenlabore-fuer-quantentechnologie-und-mensch-maschine-interaktion